15.9.2020

NEUES POSTER, NEUE BILDER

An manchen Stationen meines Lebens mache ich Bilder von mir, die ich mit Selbstauslöser in die Tat umsetze. Ich habe eine wage Vorstellung von dem, worauf ich hinaus möchte, denke einige Tage darüber nach, setze mich dann in Bewegung und lasse es fließen. Diese Bilder zeigen mich so, wie ich es mich noch nie getraut habe, mich zu zeigen. Ich mag es sehr. Das Poster kann ab sofort signiert in meinem Shop bestellt werden. Einfach auf das Bild klicken, ihr werdet dann zum Shop weitergeleitet und könnt von dort aus bestellen.


26.08.2020

JAHRESRINGE...

STARTNEXT UPDATE ZU MEINEM ALBUM JAHRESINGE - FÜR DIE SUPPORTER UND SUPPORTERINNEN VOM CROWDFUNDING ...und auch sonst 😉
Liebe Freunde und Freundinnen,
nun ist es eine Weile her, dass ich euch Anfang Juni geschrieben und die Vollendung meines Albums JAHRESRINGE für Ende August angedacht und auch angekündigt hatte.
Einen Tag nach diesem letzten Post ereignete sich in meinem Leben eine Begegnung, die tiefliegende und sehr wichtige Bereiche meines Lebens unumkehrbar in Bewegung gebracht hat.
Die damit verknüpften Erkenntnisse und Ablöseprozesse von meinem "alten Ich" nahmen den Großteil meiner Zeit und Energie in Anspruch, und das ist auch gut so.
Meine eigentliche Arbeit, das Produzieren von Songs stand in diesem für mich so wertvollen Sommer deshalb etwas hinten an. Ich schrieb und produzierte zwar weiter, fand aber einfach nicht die nötige Ruhe und Erdung, um ausgiebing an den Aufnahmen weiterzuarbeiten.
Alles war zu sehr in Bewegung.
Es sind wunderbare neue Songs entstanden, die ich nun , auf der Basis meiner neuen Lebensphase in Ruhe und ohne Druck für euch und mich selbst angemessen ausarbeiten möchte.
Ihr begleitet mich nun schon so viele Jahre und ich weiß das Geschenk, bei euch authentisch und die Person, zu der ich mich durch meine Musik und Kunst entwickeln konnte, sein zu dürfen, wirklich zu schätzen.
Genau genommen seid ihr, mit Ausnahme meiner Tochter natürlich ! und meiner Haustiere, die einzige wirklich lange und innige Beziehung, die ich in meinem Leben bislang hatte.
Ich bitte euch daher von Herzen darum, mit mir weiter diesen Weg zu gehen, bis ich mein für mich so wichtiges Album JAHRESRINGE vollenden kann.
Einen genauen Termin nenne ich, sobald ich kann.
Meinen neuesten Song und Meilenstein habe ich euch schon mal beigefügt, er heisst " Blume im Revers"

05.06.2020

DANKE !!!

Liebe Freunde und Freundinnen,

 

nun ist mein Startnext Projekt JAHRESRINGE erfolgreich finanziert und ich danke euch so sehr für eure Unterstützung !!!

 

Aus der EP ist mit dem Corona shutdown eine LP geworden, es sind noch einige wirklich, wirklich tolle Songs entstanden und ich arbeite in den kommenden 2 Monaten intensiv an der vollendung des Albums.

 

Um ein wenig Geduld muss ich aber noch bitten :-)


Ich denke, dass Ihr Ende August das fertige Werk und Eure anderen Dankeschöns im Briefkasten habt.

 

Beibt gesund und wie ihr seid,
herzlichst eure Katja


Birthdaystream vom 21.5.2020

Ich bin 50 Jahre alt geworden und möchte mich mit diesem kleinen Stream aus meiner Geburtstagsküche bei Euch für euren unfassbaren Support der vergangenen 20 Jahre bedanken !

Und natürlich auch für den der letzten 8 Wochen.

 

Es bedeutet mir so viel.

Ihr seid der Hammer.

 

Habt eine gute Zeit

eure Katja


Folkpalast #3 vom 7.Mai 2020

Etwas verspätet hier der Folkpalast live aus meiner Küche vom 7.5.2020. Ich hoffe, es gefäält euch so gut wie mir !


18.Mai 2020

Birthday Stream !

Liebe Freunde und Freundinnen,


am Donnerstag den 21.5. werde ich 50 Jahre alt. Aus diesem Anlass streame ich ab 20 Uhr  auf meiner facebook Seite www.facebook.com/katjamariawerker live aus meiner Küche einen birthday stream.


Ich möchte mich damit bei euch für euren Support in den letzen 20 Jahren bedanken.


Ich beantworte im Kommentar Chat dann auch gerne Fragen, falls ihr welche habt. ❤️🎸👍

 

herzlichst,
Eure Katja Katja Maria Werker


11.05.2020

Flieder vor dem Haus

Liebe Freunde und Freundinnen,

 

vor einigen Tagen habe ich meinen neuesten Song "Flieder vor dem Haus" als live take direkt ins Smartphone gespielt.

 

Ich schrieb den Song letzten Samstag innerhalb von 15 Minuten. Und natürlich wird er auf meinem neuen Album "Jahresringe" ethalten sein.

 

Da ich immer noch große Angst vor Kameras und Liverecording habe - der Grund dafür ist, dass ich als junge, unerfahrene und "bis auf die Knochen schüchterne" - Musikerin von Produzenten / Studiobesitzern gemobbt wurde, als ich aufnahm - ist der Moment, in dem ich (egal auf welchem Gerät) auf "record" drücke immer sehr herausfordernd für mich. Es dauert buchstäblich eine halbe Ewigkeit, bis ich mich überwinden kann, mich zu zeigen.

 

Deshalb bin ich so froh, dass ich durch den Shutdown gelernt habe, mich so anzunehmen, wie ich bin und die Chance, neue Technologien wie z.B. das Livestreaming oder das Recorden direkt ins Smartphone als Chance zu begreifen. Die Möglichkeit, mich immer noch weiterzuentwickeln.

In den letzten 14 Tagen tauchte ich tief in meine Kreativität ein, es war ein total aufregender und spannender Prozess und ich habe mich noch nie in meinem Leben so im Einklang mit mir als Songwriterin, Sängerin und Gitarristin gefühlt.

 

Viele der kreativen Begrenzungen, die ich mir selbst auferlegt hatte, sind während dieser 2 Wochen buchstäblich weggebrochen wie in einem Erdrutsch.

 

Das war ein großartige, aber auch sehr anstrengene und durchaus beängstigende Erfahrung.

Nun freue ich mich darauf, zu sehen, wo diese Reise mich hinführt und natürlich auch darauf, mein neues deutsches Album "Jahresringe" im Laufe der nächsten Wochen fertig zu stellen.

 

Ich danke euch so sehr für all eure Aufmerksamkeit und euren Support


eure Katja Maria Werker

🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸🎸


FLIEDER VOR DEM HAUS
Text & Musik Copyright

Katja Maria Werker

 

Der Weg den ich jetzt
bis hierher gekommen bin
wird nicht umsonst gewesen sein
Ein guter Freund
der rief noch gestern bei mir an
Du bist zwar fort, doch nicht allein

 

Auch wenn sich heute eine Träne
im Winkel deiner Augen verirrt
und Du bist wie jede Nacht allein
die Katze auf der Fensterbank
schaut, wie der Flieder blüht
der Flieder draußen vor dem Haus

 

Der Weg den Du jetzt
bis hierher gekommen bist
wird nicht umsonst gewesen sein
vom ersten Schultag
bis zum Riss um Firmament
kommt alles hoch und zieht vorbei

 

Auch wenn sich heute eine Träne
im Winkel deiner Augen verirrt
und Du bist wie jede Nacht allein
die Katze auf der Fensterbank
schaut, wie der Flieder blüht
der Flieder draußen vor dem Haus

 

Gib nicht auf
Gib dich nicht auf
die Antwort zeigt sich oft erst später
Gib nicht auf
Gib dich nicht auf
aus Steinen werden Wege

 

Der Weg den ich jetzt
bis hierher gekommen bin
wird nicht umsonst gewesen sein
ob außer Atem
oder draußen vor der Tür
eines Tages komm ich heim

 

Auch wenn sich heute eine Träne
im Winkel meiner Augen verirrt
und Ich bin wie jede Nacht allein
die Katze auf der Fensterbank
schaut, wie der Flieder blüht
der Flieder draußen vor dem Haus

 

Gib nicht auf
Gib dich nicht auf
die Katze auf der Fensterbank
schaut
wie der Flieder blüht.

#fliedervordemhaus #jahresringe #isosolo #katjawerker #livetake

02.05.2020

THE RIVER.

Dieses ist meine Version von Bruce Springsteens Song The River.

 

Nie werde ich den Tag vergessen, als mein älterer Bruder diese Lp (wie so viele andere) Anfang der 80 iger Jahre mit nach Hause brachte. Fortan saßen wir vor unserem kleinen, plärrigen Plattenspieler und hörten das Lied bestimmt hundert mal.

 

Es hat mir so viel Freude gemacht, diesen Song zu erarbeiten und er ist für mich der Eintritt in eine ganz neue Lebensphase.


17.4.2020

2. Livestream aus dem Folkpalast

Liebe Freunde und Freundinnen,
hier ist der 2. Livestream, direkt aus meine Küche, und ich hoffe, euch hat es genauso viel Spaß gemacht, wie mir.
Die Songs sind
The streets of Africa
Music is the only language
Aus dem Beton
No more prisoner
Die Gitarre passt in einen Koffer
Freiheit
Unterstützt mich und meine Musik gerne mit einer Spende für meinen Stream - jeder Betrag zählt unter
paypal.me/katjawerker

oder direkt auf mein Konto Postbank Essen
IBAN : 16 3601 0043 0525 1874 33
oder noch bis zum 3. Juni
bei meinem Startnext Projekt für mein neues Album "Jahresringe" mitmachen
Bleibt gesund und haltet durch !

Eure Katja


13.4,2020

Liebe Freunde und Freundinnen,


nach überstandenem "Lagerkoller " freue ich mich darauf , morgen wie geplant ab 19 Uhr zum 2. Mal live aus meiner Küche zu senden. Seid auf facebook live dabei !

 

https://www.facebook.com/katjamariawerker

 

Ich spiele ein paar meiner älteren Songs vom Contact Myself Album, ein englisches und ein deutsches Coverstück und meinen neuesten Song
"Freiheit"...dazu zum ersten mal meine Takamine Akustikgitarre, die ich gegen eine E - Gitarre eingetauscht habe.

 

Wer meinen Livestream bezuschussen bzw mich mit einer kleinen oder größeren Spende in dieser Krisenzeit unterstützen  möchte, kann das gerne tun, unter

 

paypal.me/katjawerker

 

oder unter

www.startnext.de/katja-werker-jahresringe

 

oder direkt auf mein Konto :

 

Katja Werker Postbank Essen
IBAN : DE 16 3601 0043 0525 1874 33

 

Jeder Betrag zählt ! :-)

 

 

Viele liebe Grüße und noch einen schönen Abend
Eure Katja


14.04.2020

Neues Video !

Mein wertgeschätzter Kollege Sebastian "Sebel" Niehoff aus Recklinghausen hat einen Corona Song  mit dem Titel "Zusammenstehen" kompniert und gesungen, der  als musikalischer Kettenbrief um die ganze Welt geht.

 

Ein wunderschönes Lied, zu dem ich gerne eine eigene Version gemacht habe.

 

Bleibt gesund, eure Katja


03.03.2020

Draußen vor der Tür

Ein öffentlicher Brief an den NDR

Mein wertgeschätzter und sehr vielseitiger Kollege Jon Flemming Olsen hat zusammen mit ca. 60 freischaffenden MusikerInnen, die oft seit Jahrzehnten ihren Lebensunterhalt mit der Musik bestreiten, einen aus meiner Sicht sehr sinnvollen Appell an die großen deutschen Radiosender formuliert.

 

Olsen schreibt stellvertretend für "die vielen Musiker*innen verschiedener Genres, etablierte Acts wie auch Newcomer, die abseits des Mainstream die deutsche Kulturlandschaft prägen, von den meisten Radiosendern jedoch eher selten oder gar nicht gespielt werden." eine Bitte an das deutsche Radio, denn "durch das Airplay würde ein Beitrag dazu geleistet, die Diversität der deutschen Musikszene über die Corona-Krise hinaus zu erhalten und zu stärken."

 

Olsen bittet im Namen von etlichen MusikerInnen darum, als Zeichen der Solidarität, zum Beispiel pro jede Stunde einen Song dieser Künstler und Künstlerinnen zu senden, an 7 Tagen die Woche.

 

Nicht mehr und nicht weniger.

 

Es geht dabei nicht vordergründig um ein paar Tantiemen, die durch das spielen von Songs im Radio für die MusikerInnen generiert würden, sondern in erster Linie um eine Form der Wertschätzung in dieser schweren Zeit, in der den Künstlern und Künstlerinnen bis auf das Internet jegliche Möglichkeit genommen wird, sich dem potentiellen Publikum zu präsentieren.

 

Es geht darum, überhaupt wahrgenommen zu werden, eine Plattform zu haben, eine öffentlich-rechtliche Radiolandschaft, die die hiesige Kunstszene auch zu schätzen weiß.

 

Es geht um die Angst der Musikschaffenden vor dem Wegbrechen eines ganzen Kultursektors.

 

Der unwiederbringlichen Auslöschung einer nicht immer einfachen, aber trotzdem in sich homogenen, Generationen übergreifenden, sehr vielfältigen und seit Jahrzehnten gewachsenen Szene.

 

Es geht um Alben, für die die KünstlerInnen ohne jede Erfolgsgarantie zu 100 % ins finanzielle Risiko gehen, weil es sonst niemand macht.

 

Alben, an denen jahrelang gearbeitet wurde, deren Veröffentlichungen, in denen UNZÄHLIGE Stunden der Arbeit, Vorbereitung und Organsisation stecken, jetzt einfach "ausfallen", weil die mit dem Corona Shut down von heute auf Morgen die gesamte Branche auf Eis gelegt ist.

 

Und niemand weiß, wie oder was es am Ende dieser Krise noch geben wird. Wer sich behaupten kann im dann noch enger werdenden Markt.

 

Olsen appeliert also unter anderem an den NDR doch als Zeichen der Solidarität auch Künstler des oben genannten Spektrums im Radio zu spielen, an Stelle der immer gleichen 15 Stars, die 8 Mal am Tag in der Rotation laufen.

 

Die Antwort des Senders, konkret des NDR 2 auf diese oder ähnlich gelagerte Anfragen bzw Anregungen ist, ich kann es nicht anders sagen, für mich ein Schlag ins Gesicht.

 

Eine bodenlose Frechtheit, an Respektlosigkeit kaum zu überbieten.

 

Und diese Haltung des NDR bringt mich dazu, meine mental zur Zeit ohnehin sehr schwierige Arbeit an meinem neuen Album, das im Mai erscheinen soll(te) zu unterbrechen, um diesen Artikel zu verfassen.

 

Wissen Sie, ich bin nämlich auch nur ein Mensch aus Fleisch und Blut und keine Puppe auf einem Hochglanzfoto.

 

Der NDR nennt - zusammengefasst und sinngemäß - alle in Olsens Appell beschrieben Künstler, die fernab vom Mainstram kaum Chancen haben, im Radio gespielt zu werden, *unbekanntere KünstlerInnen* und dass man als Popsender des NDR nun mal die Strategie hätte, den Geschmack der Masse der Leute zu treffen. Wenn man nun *unbekanntere* Musiker in die Sendung nimmt, laufe man Gefahr, Hörer und Hörerinnen zu verlieren....Was die beliebtesten Hits seien, würde durch Mediaumfragen festgestellt und der Sender stellt daraufhin sein Programm zusammen. Eine Quote für *unbekannte KünstlerInnen* mache daher keinen Sinn.

 

Was das wiederum heißt, wissen wir alle.

 

Lieber Verfasser dieser Antwort,

 

sie scheinen da etwas grundlegend mißverstanden zu haben:

Der Wert von Musik oder der Kunst an sich misst sich nicht am Bekanntheitsgrad. Jeder vielleicht heute bekannte Musiker war bis zu einem gewissen Zeitpunkt einmal unbekannt. Oder wird es wieder werden, je nachdem.

 

Und ohne unsere Basis an Musikschaffenden gäbe es überhaupt keinen einzigen dieser bekannteren "Acts". Oder was glauben Sie, wo diese bekannteren MusikerInnen letztlich herkommen? Vom Wochenmarkt? Aus dem Bauch eines Alienraumschiffes? Oder gar aus einer ganz anderen Dimension?

 

Ich möchte es Ihnen deutlich sagen, weil sie es offenbar nicht abgespeichert haben: Jede/r einzelne von uns ist ein wertvoller, nicht zu ersetzende Teil unserer Gesellschaft und unserer Kultur.

 

Unabhängig von Zuschauer, Cd Absatz oder sonstigen Zahlen.

 

Ohne das riesige Heer der unerschütterlich kreativ Schaffenden gäbe es KEINEN EINZIGEN der Songs, die sie gewillt oder nicht gewillt sind, in ihren Sendungen zu präsentieren.

 

Es gäbe keine Künstler im Fernsehen, keine Festivals zu denen man im Sommer gehen kann, nichts. Denn alle, die es bis zum Olymp der bekannten Künstler geschafft haben, kommen von der Basis.

 

Wie beim Fußball, nur etwas anders.

 

Es ist doch eine bekannte Regel, dass, wer den Nachwuchs nicht schätzt und fördert, in recht absehbarer Zeit niemanden mehr hat, der in der Bundesliga spielt. Oder bei der Weltmeisterschaft.

 

Verstehen Sie die Zusammenhänge? Ein Künstler, eine Künstlerin ist ein Anfänger, jeden Tag aufs neue. Es gibt weltberühmte Maler, die über sich sagen, dass sie jedes Mal wenn sie ein neues Bild malen, vor der leeren Leinwand stehen und über sich selbst denken " Ich weiß nichts, ich kann nichts, habe nichts gelernt ."

 

Und genau darin liegt das Wesen der Kreativen.

 

Kreativität entsteht aus der Freude am Experimentieren. Wenn ich 10 Mal das gleiche Lied schreibe, kann ich mich am besten noch heute selber hinten im Garten begraben.

 

Und deshalb sind wir alle, bis ins hohe Alter, eine Art Nachwuchs, um den man sich kümmern muss. Weil wir mit 40, 50 Jahren nicht aufhören, zu existieren - Im Gegenteil- wie verdammt noch mal oft habe ich es erlebt, dass Kollegen und Kolleginnen gerade in ihren späten Schaffenphasen die beeindruckendsten Werke hervorbrachten. Daß sie plötzlich wieder da waren, in einer nie da gewesenen Strahlkraft - nachdem 15 Jahre lang kein Hahn nach ihnen gekräht hat.

 

Das ist das Wesen der Kreativität, verstehen Sie ? Und die muss man um Ihrentwillen schätzen und pflegen, sonst stirbt sie ab.

 

Ich bin seit 1998 in der hiesigen Musikszene aktiv und habe dabei folgendes gelernt :

 

Ein Künstler, der nicht das Privileg hat, von einem finanzstarken Label über entsprechende Promotionsgelder, die oft im 5 stelligen Bereich liegen, vermarktet zu werden, hat genau 0,00 % Chancen, von einer Radiostation wie dem NDR 2 gespielt zu werden.

 

Kein mächtiges Label = nicht wichtig.

 

0,00 % Chancen, egal, welcher Künstler, egal welches Genre, egal wieviel Zeit und Geld investiert wurde. Egal, welches Niveau und welcher Mensch dahinter steht. Egal, wieviele Hörer und Hörerinnen mit Kusshand dieses neue Album der unbekannten Sängerin kaufen würden, wüssten sie doch überhaupt erst, dass diese Sängerin existiert. Oder ein neues Album der Sängerin.

 

"Was, sie hat etwas neues gemacht?! Ach, wenn ich davon nur etwas mitbekommen hätte ! "(Album Nr. 12, by the way ...)

 

Das ein Sender wie der NDR eben genau mit dieser Strategie, einfach 99,9 % der lebenden und atmenden Kulturschaffenden draußen vor der Tür stehen zu lassen, eben diese dazu verdammt, im Unbekannten herumzudümpeln, und das auf Lebenszeit, blendet der Herr vom NDR offenbar aus.

 

WIR SIND JA UNBEKANNT, WEIL IHR UNS NIE IM RADIO SPIELT !!!

WERDEN 30 JAHRE LANG NICHT WAHRGENOMMEN, WEIL IHR UNS IGNORIERT.

 

Nicht etwa, weil wir so nichtssagende, schreckliche Musik schreiben, so furchtbar schief die Töne nicht treffen, unsere Instrumente nicht beherrschen und unsere Songtexte so oberflächlich und unbedeutend sind.

 

Nein, aus dem einfachen Grund, dass z.B. der NDR 2 keine Musik von unbekannten KünstlerInnen spielt. Wir sind und bleiben unbekannt, weil wir unbekannt sind.

 

So einfach ist das.

 

Sie wissen aber scheinbar nicht, dass ich und meine wertgeschätzen Kolleginnen und Kollegen sich tagein tagaus den Allerwertesten bis zum Anschlag aufreissen, weit über das eigentlich zu ertragende Maß an mangelnder Beachtung und Wertschätzung hinaus alles, wirklich alles machen, um endlich ein bißchen Gehör zu finden.

 

Wir machen alles, um -irgendwie- weiter die zu sein, die wir sind. Wir putzen jede Klinke, spielen an jeder Gießkanne, sitzen gut gelaunt vorm Publikum nach 500 Km zwischen dem eigenen Equipment und drängelnden LKWs auf der Autobahn.

 

Wir wohnen in zu kleinen Wohnungen, haben keine Absicherungen, keinen Plan B. Und trotzdem wird jede Einsendung einer Neuveröffentlichung mit der Bitte, diese doch mal in einer Sendung vorzustellen, von den Radiosendern einfach ignoriert. Als wenn wir Abschaum oder Bodensatz wären. Als sei man nichts wert, nur weil man keine goldene Schallplatte an der Wand hängen hat.

 

Der NDR scheint völlig zu vergessen, wie es Christina Lux, eine Frau, die es mit ihrem ersten deutsprachigen Album einer langen Musikerinnenlaufbahn immerhin geschafft hat, den deutschen Schallplattenpreis zu bekommen, (also, so unbekannt kann sie nicht sein!) daß der NDR ein öffentlich-rechtlicher Sender ist, der eine Verpflichtung hat, die deutsche Kulturlandschaft wiederzuspiegeln.

 

Und da hat sie Recht !

 

Sie wird jedoch vom NDR, ebenso wie ich oder Purple Schulz, dem Sänger von Megahits wie "Verliebte Jungs"und "Ich will raus" und alle den anderen Musikern und Musikerinnen einfach in den Topf der nicht erwähnenswerten weil kommerziell unförderlichen *unbekannten Künstler*geworfen, denen man keine Plattform bieten darf, weil man sonst als Sender Gefahr läuft, Hörer zu verlieren.

 

Es fehlt nur noch, dass der Herr vom NDR anmerkt
"Na, hättest Du mal was Anständiges gelernt.."

 

Ich selbst bin seit 25 Jahren in der deutschen Musikszene aktiv und habe mich unter anderem aus oben genannten Gründen 2018 völlig kaputt und nervlich zerrüttet aus der Musikszene zurück gezogen. Weil ich nicht mehr konnte. Weil ich seit 25 Jahren darunter leide, dass KünstlerInnen wie ich es bin, de Fakto 0,00 % Chancen haben, vom öffentlicht-rechtlichen Radio mehr präsentiert zu werden als einmalig für 20 Minuten in einer monatlichen Kultursendung am Mittwochabend nach 22 Uhr im 3. oder 4. Programm.

 

Und weil dieser nicht zu gewinnende Kampf von oben nach unten 1 zu 1 an die Leute an der Basis weitergeben wird.

 

Einmal war ich als Gesprächspartner beim NDR zu Gast, das war vor 2 Jahren, mit meinem neuen Album. Das aber auch nur, weil der Veranstalter des Konzertes in Bremen dort früher mal selbst Redakteur war. Sonst hätte ich dort niemals auch nur eine Sekunde Sendezeit am hellichten Tag bekommen.

 

Ich war also Nachmittags um 15 Uhr beim NDR und habe mich wirklich gewundert, wie wenig dieser Radiobetrieb eigentlich mit Musik zu tun hat. Und wie sehr dort alle in erster Linie ihren Dienst tun. Unbeeindruckt, in kleinen Sendeboxen hinter Glasscheiben und ab und zu mit einer Tasse Kaffe in der Hand alle 20 Minuten mal den Gang rauf und runter laufend.

 

" Ein bißchen wie auf dem Amt..." dachte ich - und " Wenn ich mit so einer Leidenschaft meine Lieder schreiben würde, na dann, herzlichen Glückwunsch".

 

Das hatte so gar nichts mit dem zu tun, wie das Leben derjenigen, die die Musik schreiben und singen, die dann nie gesendet wird, in Wirklichkeit aussieht.

 

Denn man sollte nicht vergessen : Jeder/, wirklich jede/r , der dann irgendwann so bekannt wird, dass er es wert ist, von einem Radiosender präsentiert zu werden, hat so angefangen wie wir es alle gemacht haben.

 

Auf Hinterhofbühnen, in Clubs und Theatern, umgezogen und geschminkt für einen Auftrritt vor 30 Leuten nach 500 Kilometern auf der A3.

 

Ich behaupte - und die Kollegen bzw Kolleginnen, die das nicht betrifft, mögen mir diese Verallgemeinerung zu Veranschaulichungzwecken bitte nachsehen - :

 

Wir haben es alle erlebt : Dann und wann total pleite in der Küche zu sitzen und deshalb die besten Songs zu schreiben, die man bisher hervorgebracht hat. Sternstunden, oft irgendwo am Rande und von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, die man mit nach Hause nimmt und hütet wie einen Schatz. Gastauftritte vor viel größerem Publikum als man normalerweise alleine spielt, weil ein viel bekannterer Kollege als man selbst eingeladen hat, zu kommen.

 

Wir alle haben im Laufe der Zeit Kollegen und Kolleginnen verloren, die viel zu früh gestorben sind, deren Stimmen erloschen sind.

 

Was uns bleibt, sind Fotos vom letzten gemeinsamen Aufritt, die Lieder, die sie mit ihren Bands oder sogar mit uns zusammen  aufgenommen und in diese Welt gesetzt haben und die Gewissheit, dass man niemals -niemals- aufhören wird, mit der Gitarre oder dem Klavier in der Hand nach dem Sinn des Lebens zu suchen.

 

Freunde zu suchen, Freiheit zu suchen. Ein wertvoller Teil dieser Gesellschaft zu sein, dadurch daß man die Lieder schreibt, die man schreibt. Die Poesie verfasst, die man heute, an diesem Tag eben zu verfassen in der Lage ist. Ohne fortlaufende Lohnzahlung, 13. Monatsgehalt und Krankengeld falls der Rücken vom Schleppen der Verstärker irgendwann schlapp macht.

 

Niemals werden wir aufhören, unsere Lieder und Musik zu schreiben, diese dem Publikum zu präsentieren, auch wenn das für uns mit relativer Sicherheit Altersarmut, einen ziemlich stressigen Lebensstil und eine grundlegende und allumfassende Unsicherheit bedeutet.

 

Weil Kunst eben so funktioniert.

 

Also erzählen Sie mir doch nicht, man müsse ein unabhängiges Medienumfrageunternehmen mit einer Statistik beauftragen, um herauszufinden, welche Hits beim Publikum am beliebtesten sind.

 

Während Sie, werter NDR Mitarbeiter, der diese Antwort  auf Herrn Olsens Appell oder welche Bitte auch immer um Solidarität mit den deutschen Musikschaffenden und damit auch an mich geschrieben haben, in ihrem Homeoffice sitzen und nichts, wirklich nichts für die deutsche Musikszene tun, außer 99 % der MusikerInnen draußen vor der Tür stehen zu lassen, gibt es etliche Menschen, die unsere Musik schätzen, sonst gäbe es nämlich schon längst keinen einzigen dieser KünstlerInnen mehr.

 

Menschen kommen zu unseren Konzerten, unterstützen unsere Albumproduktionen, schätzen uns wert für das, was wir machen, weil wir sonst zu Grunde gehen. Im Kopf, Im Herzen, im Allgemeinen.

 

Menschen, die mit ziemlicher Sicherheit auch zur Hörerschaft des NDR 2 gehören.

 

In Frankreich z.B. ist man im übrigen viel, viel weiter und dort wird darüber auch überhaupt nicht diskutiert : weil man verstanden hat, dass ein Land ohne seine Kreativen keine Identität hat und so abwechsungsreich ist wie die derzeit leeren Toilettenpapierregale im Supermarkt:

 

Man hat schon vor langer Zeit eine beträchtliche Quote eingeführt, die im öffentlichen Radio mit französischen MusikerInnen bestückt wird. Es wird Musik gesendet von Französinnen und Franzosen, die französische Lieder singen. Einfach so. Und niemand käme auf den Gedanken, sich darüber zu beschweren.

Weil es eine Frage der Identität und der Wertschätzung ist, und nicht eine Frage des Nutzens.

 

Im übrigen werde nie mehr meine kostbaren Ressourcen verplempern, um dem NDR eines meiner Alben bei Neuveröffentlichung zu schicken.

 

Es hat ja doch keinen Sinn.

 

Mit freundlichen Grüßen,
Katja Maria Werker

 

P.S. : Sollten Sie sich doch dazu entschließen, mal eine Art Gnadenstunde für *unbekannte KünstlerInnen* auf Ihrem Sender abzuhalten, möchte ich bemerken, dass ich erstens der Meinung bin, es wäre eine gute Idee, das über die Coronakrise hinaus weiterzuführen, aus oben genannten Gründen der Künstlerförderung und zweitens, daß ich denke, sie können es als öffentlich-rechtlicher Sender durchaus verkraften, wenn sich die Zuhörerzahlen dann, wie von Ihnen befürchtet, auf Grund der Programmgestaltung temporär etwas verringern.

 

Vielleicht wäre aber  das genaue Gegenteil der Fall.

 

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

 

#AirPlayForArtists


31.03.2020

Live aus dem Folkpalast und ein wirklich riesengroßes DANKE

Ich bin so froh und dankbar, dass meine Fundingsumme für meine EP Jahresringe schon beisammen ist. Ich war mir "sicher", dass mein Projekt in der Flut der Coronakrise untergehen würde und hatte deshalb auch ernsthaft überlegt, es gar nicht erst ins Leben zu rufen.

 

Deshalb könnt Ihr sicher nachempfinden, wie sehr mich jede einzelne Unterstützung freut - zudem auch einige recht großzüge Zuwendungen dabei sind, und ich möchte euch an dieser Stelle dafür meinen allergrößten Dank aussprechen. Es bedeutet mir so viel, in dieser Situation des Shut downs zu wissen, dass ich nicht alleine bin.

 

Sehr viel Freude hat mir auch die Entwicklung, Vorbereitung und dann Durchführung  meines ersten Livestreams "Live aus dem Folkpalast" gemacht.

 

Schon vor 3 oder 4 Jahren hatte ich mich mal in diese Richtung bewegt, es aber teils aus technischen Stolpersteinen, die ich damals nicht lösen konnte, teils aus Angst, ich sei nicht gut genug, um live in die Welt zu streamen, wieder gelassen.

 

Nun hat meine erste Sendung statt gefunden und ich bin sehr sehr happy über meinen Stream als sollches und natürlich eure unfassbare Resonanz. Es hat so viel Spaß gemacht !!!

 

Nun brüte ich schon wieder über neuen Ideen...und werde demnächst wieder senden.

 

Nachdem nun auch der erste richtig harte "Coronaschock" so gut es geht verdaut ist, arbeite ich seit heute weiter an meiner EP "Jahresringe". Ich hatte die Arbeit am Freitag, den 13. mit dem Shutdown niederlegen müssen, weil ich einfach zu durcheinander war, um an irgendetwas zu arbeiten. Nun nehme ich die Herausforderung wieder an, die Arbeit mit Freude wieder auf  und mache mit einem Song, den ich in Würzburg geschrieben habe, weiter.

 

Er heißt " Gipfel Deiner Sorgen".

 

Ich wünsche Euch und mir, dass wir gut durch diese Pandemie kommen und es bald wieder mit einem einigermaßen normalen Leben weiter geht.

 

Herzlichst,

eure Katja


21.03.2020

Bitte unterstützt meine EP JAHRESRINGE

Liebe Freunde und Freundinnen,

aus der Mitte des Corona shut downs sende ich euch dieses Video.

 

Zu meinem 50 Geburtstag im Mai soll meine neue EP JAHRESRINGE erscheinen. Es ist ein großes kleines Album geworden, mit sehr schönen, intensiven Liedern - meist am Klavier - aus der Zeit meines bisher größten Umbruchs.

 

Hier habt ihr die Möglichkeit, mich auf den letzten Metern bis zur fertigen Cd zu unterstützen und direkt dabei zu sein. 

 

https://www.startnext.com/katja-werker-jahresringe

 

Ab sofort könnt ihr mitmachen und Dankeschöns wie z.B. eine Cd bestellen.

Mit dem Fundingbetrag komme ich durch die Corona bis zum fertigen Album.

 

Dank und Gruss und haltet durch,

eure Katja


16.03.2020

KONZERTABSAGEN !!!

Liebe Freunde und Freundinnen,

 

auf Grund der Corona Pandemie müssen meine Konzerte im März und April 2020 abgesagt werden. Ob es im Mai wie geplant weiter geht, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Derzeit sieht es aber eher nicht danach aus.

 

Kommt gut durch dieses Krise und wir sehen uns im September in "alter Frische" wieder.


15.03.2020

WECK MICH AUF

Liebe Freunde und Freundinnen,

hier habe ich nun den ersten Song meiner neuen EP JAHRESRINGE für euch in einem kleinen, ganz einfachen Video festgehalten.

 

Ich finde, der Titel passt irgendwie zu diesem Tag und zu dieser besonderen Zeit, wie kein anderer vom Album.

 

WECK MICH AUF schrieb ich um 2015 an der Gitarre und spielte ihn auch ein einziges Mal live (ich glaube, das war in Weiden) , holte ihn aber erst für JAHRESRINGE wieder hervor.

Im Laufe der Arbeit ist eine Pianoversion daraus geworden und ich habe auf jedes Beiwerk für diesen Song verzichtet.

 

In den kommenden Tagen startet mein Startnext Crowdfunding für meine EP JAHRESRINGE und ich würde mich freuen, wenn ihr mich auf den letzten Metern zur Veröffentlichung unterstützen könntet.

Das Album soll im Mai zu meinem 50. Geburtstag erscheinen und, ja, es gibt auch Gitarren und Songs mit einigen anderen Instrumenten auf der EP

 

WECK MICH AUF
Text & Musik copyright Katja Werker, 2020

 

Eisbären sterben, Pole schmelzen
Millionen Menschen auf der Flucht
und jeder ist sich selbst der Nächste
wenn das Schiff zu sinken droht

 

Alles schreit alles zetert "Hängt sie hoch, hängt sie höher !"
Dummheit wird zur Religion
Und wenn der letzte Baum gefällt ist
Ach mein Schatz, was macht das schon ?

 

Weck mich auf
wenn alles vorbei ist
wenn die Wogen sich glätten
und alles sich liebt
Dann komm ich raus
wenn alles vorbei ist
wenn der Eine dem Anderen
´ne echte Chance gibt

 

Die Frau geht zur Arbeit, schon so viele Jahre
und niemand sagt mal " Dankeschön"
und beim Lehrer vorne an der Tafel
steht in Druckbuchstaben DEPRESSION

 

Wartelisten für die Anstalt
alles schön, dank Ratenkauf
und für die das Leben jetzt erst anfängt
kennt Mutter sich nicht mehr aus


Weck mich auf....

 

Und zwischen allem was hier falsch läuft
eindeutig falsch läuft
geht die Hoffnung vorne weg
das sich alles noch mal ändert
alles noch mal wendet
alles in den warmen Frühling reckt

 

Weck mich auf...


04.03.2020

Crowdfunding JAHRESRINGE EP

Liebe Freunde und Freundinnen,

 

meine EP "Jahresringe" nimmt Gestalt an und es wird ein wirklich schönes kleines, großes Album, das Mitten in meiner bislang größten Umbruchphase entstanden ist.

 

Es ist spannend, vom reinen Songwriting hinüberzugleiten in die Phase, in der die Musik arrangiert wird. Einzutauchen in die kleinen Details und Rhythmen, Chorgesänge und kleinen Umwegen am Rande. Alles bekommt noch einmal eine neue Dimension, einen eigenen Charakter. Und man weiß im Grunde bis zum fertigen Mix nicht, wo die Reise letzlich hingeht - auch wenn ich an diesem Punkt meines Schaffens wirklich schon sagen kann, daß es ein sehr, sehr schönes Werk wird.

 

Ich habe am 1.1. diesen Jahres auf vielen Ebenen meines Lebens von "0" begonnen, bin aus meiner Komfortzone ausgestiegen, habe viele, sehr wichtige (Grenz-) Erfahrungen gesammelt, die wieder wichtig für mein weiteres Schaffen werden.

 

So wurde mein Album "Magnolia" ein Vorbote einer so großen Veränderung und Neubeginns, den ich in dem Moment gar nicht für möglich gehalten habe.

 

Was in den letzen Monaten bei mir konstant blieb, war meine Leidenschaft für das Songwriting, das ich in allen Phasen weiter vorangetragen habe, egal, auf welcher arschkalten Luftmatratze ich in der ersten Nacht in meiner neuen Wohnung mitten in der Nacht wach geworden bin, weil ich gefroren habe.

 

Wieder war meine Kreativität mein unantastbarer Kokon, aus dem alles heraus ensteht, was fürmich persönlich von wirklicher Bedeutung ist. Und, was außerdem konstant war und hoffentlich bleibt, ist eure unkaputtbare Resonanz, euer Zuspruch, dass das, was ich mache, euch wirklich etwas bedeutet.

Beides hat mich durch den für mich wirklich schwierigen Winter getragen, in dem ich wochenlang nur zwischen Umzugskartons, einem neuen Namensschild an meiner Klingel und vielen ungekärten Fragen saß.

 

Fragen, die mir viel Angst gemacht haben und bei denen ich mich auch damit abfinden musste, dass ich jetzt sofort keine Antworten bekomme.

 

Und ja, es war mir peinlich, mir mit fast 50 Jahren eingestehen zu müssen: Ich bin an diesem "0" Punkt, in einer fremden Stadt, habe alles losgelassen, was vorher meinen Alltag ausgemacht hat und nun sitze ich hier und habe Angst vor der Zukunft wie ein kleines Kind im dunklen Keller.

 

Aber die Kreativität und das Leben an sich läßt sich nicht ausperren, beides kommt immer zurück wie der Frühling nach dem Winter und meint es gut mit einem, so wie meine neue Stadt es wirklich gut mit mir meint.

 

Das ist die Erfahrung, die ich in den vergangenen Monaten machen durfte.

 

Nun stehe bzw sitze ich also da, in meiner kleinen Wohnküche, die eine großartige kreative Energie hat, in einem gepflegten Altbau mit hohen Decken, in einem Lebensraum von insgesamt 30 qm Wohnfläche, mit meinen 6 neuen Songs von "JAHRESRINGE" und ich brauche eure Hilfe, um dieses Album bis Mitte Mai Realität werden zu lassen.

 

Brauche Hilfe für die letzten Meter im Mix, Mastering, Artwork und Cd Pressung.

 

Da ich vieles selber mache und das auch sehr gerne, halten sich die Kosten dafür glücklicherweise in Grenzen, aber es ist dennoch eine so große Herausforderung, dass ich es alleine schlecht schaffe.

 

Ich starte daher hierzu in den kommenden Tagen (vermutlich am kommenden Wochenende) ein Crowdfunding, bei dem ihr wieder u.a. signierte Alben und Hauskonzerte bestellen könnt und mir somit ermöglicht, JAHRESRINGE bis zur Vollendung in die Tat umzusetzen.

 

Ich würe mich freuen, wenn wir das gemeinsam schaffen und danke euch schon jetzt für all die Unterstützung in den vergangenen 20 Jahren, für alles was ihr immer wieder für mich macht, indem ihr meine Musik wertschätzt und zu meinen Konzerten kommt.

 

Ohne euch wäre ich nichts.

 

Herzlichst Eure Katja


17.02.2020

JAHRESRINGE EP und Tour 2020

Ich freue mich so sehr, daß im Mai, zu meinem 50. Geburtstag, meine neue EP "JAHRESRINGE " auf meinem eigenen Label Küchentisch Productions erscheint. Auch bin ich wieder Live unterwegs, die Termine findet ihr unter der Rubrik "Konzerte".

 

Hier gibt es den aktuellen Pressetext zum Album :

 

Katja Werker - Jahresringe EP und Tour 2020

 

" Für mich persönlich ging es in den vergangen Monaten hauptsächlich darum, dass ich mich selbst wieder im Spiegel erkenne. Das ich sagen kann : "Ja, das ist mein Leben, meine Entscheidung, meine Zeit, mein Weg.  Es ist wohl wirklich so, daß ich als Künstlerin am produktivsten bin, wenn ich mich in für mich stürmischen Zeiten befinde. Dann kommt diese konzentrierte Essenz heraus, die man mit keiner Routine und  Bequemlichkeit erreicht. "

 

Eigentlich wollte Katja Werker nach ihrem letzten Album "Magnolia" im Jahr 2018 die Gitarre beiseite legen und Abstand finden vom Tourneealltag - und so kündigte sie vor zwei Jahren ihren Abschied von der Bühne an. 

 

Doch oft kommt es im Leben eben ganz anders, als man denkt. Katja nutze ihre Zeit, um für sich selbst eine neue Mitte zu finden, vieles auszuprobieren und wo es nötig war auch Konsequenzen zu ziehen. Anderthalb Jahre war sie unterwegs auf einer Reise zu sich selbst, oft nur begleitet von ihrem kleinen Hund Pöppi, ihrer Gitarre und  einer Tasche voller Habseligkeiten.


Am Ende dieser Reise hatte Katja die Songs ihrer neuen EP "Jahresringe" komponiert, kaufte sich ein Klavier  und zog 600 km entfernt von ihrem vorherigen Wohnort  in eine kleine Altbauwohnung ans andere Ende der Republik. Ein künstlerischer Wohnsitz, an dem sich Katja ganz ihren kreativen Tätigkeiten widmet.


Da passt es ja, dass Werker in diesem Jahr gleich zwei runde Geburtstage zu feiern hat:


Im Mai wird die Sängerin, Songschreiberin und Multiinstrumentalistin 50 Jahre alt und veröffentlicht zu diesem Anlaß ihre EP "Jahresringe", im Oktober feiert ihr Debut Album  "Contact myself " seinen 20. Geburtstag.

 

Werker würdigt dieses Ereignis zusammen mit Pauler Acoustics/Stockfisch Records, dem weltweit renommierten audiophilen Studio und Plattenlabel.

 

Zusammen mit Günter Pauler und seiner Crew wird Katja  die schönsten Songs des Albums solo, live und akustisch im High-End Studioambiente noch einmal aufnehmen. Das fertige Album wird  im Oktober bei Stockfisch Records erscheinen.


"Ich hätte nie gedacht, dass mein musikalisches Schaffen noch einmal solche Fahrt aufnimmt und ich bin dafür unendlich dankbar. "

 

Katja Werker, im Februar 2020

 

 

14.02.2020

NEW PICS ARE IN DA HOUSE

Liebe Freunde und Freundinnen, ich bin gerade sehr fleißig und habe hier neue Fotos zu meiner EP "Jahresringe". Es war eine schöne Erfahrung, sich mal wieder abgelichtet zu sehen und ich hoffe, daß Euch die Bilder so gut gefallen wie mir.

 

Herzliche Grüße,

eure Katja


28.01.2020

REMIX REMIX REMIX

Die Zeit mit Dir (100%) - Berühmt - Berüchtigt REMIX

Liebe Freunde und Freundinnen,

 

kurz vor Weihnachten letzten Jahres, ich war mitten im Umzug, erreichte mich eine wirklich nette email eines Producer bzw Dj Duos.

Chris All und Alex All, so heißen die beiden, schrieben mir, dass sie meinen Song "Die Zeit mit Dir (100%) " remixed haben und ob mir die Arbeit vielleicht gefallen würde.

 

Der Remix mit modernem beat und bassline gefällt mir sehr gut  und ich bin total begeistert, meine Stimme und meinen Song mal in einem ganz neuen Gewandt zu hören.

 

Am 27.01.2020 ist der Song digital veröffentlicht worden und hier ist mal der Pressetext :

 

"2019 entdeckten die beiden Musikfreaks DJ Alex All und DJ Chris All, welche das DJ-und Produzenten-Duo „Berühmt-Berüchtigt“ bilden, den Titel „Die Zeit mit Dir (100%)“ von Katja Werker.

Da das Stück den Jungs seit dem 1. Anhören eine Gänsehaut bescherte, beschlossen sie, den eher zurückhaltenden und instrumental reduzierten Original-Song auf die Tanzflächen zu bringen. Dazu war der „Umbau“ in ein „clubtaugliches" Korsett notwendig… keine leichte Aufgabe, sollte doch - so war der Anspruch - die melancholisch-hoffnungsvolle Stimmung des Originals erhalten bleiben.

Nach vielen Nächten in ihrem Studio waren Alex und Chris mit ihrem Remix zufrieden und schickten diesen an Katja - mit dem Ergebnis eines lobenden Feedbacks. Es entwickelte sich ein netter Kontakt und die Zusage zur offiziellen (digitalen) Veröffentlichung des Remixes auf Wachmacher Musik."

 

Hören und/oder kaufen hier :

itunes : https://tinyurl.com/sa6skg2

amazon mp3 : https://tinyurl.com/rermddq

spotify : https://tinyurl.com/ug6rrqa

google play : https://tinyurl.com/qkvrn2d

deezer : https://tinyurl.com/sxghx4d

beatport : https://tinyurl.com/ws4gzdv

 

Danke Chris und Alex für diesen tollen Remix !


29.12.2019

OSTVORSTADT

Liebe Freunde,

 

ich versprach vor ca 3 Monaten dem Vorbesitzer dieser wunderbaren Ibanez Hollowbody Gitarre, daß ich noch mal Gas gebe, weiter Songs schreibe und mal ein Video mit der Gitarre, die er mir quasi geschenk hat, zu machen.

Es ist eine kleine Skizze, live gespielt in meiner kleinen Altbau Wohnung in Plauen, die ich im Dezember als Zweitwohnsitz bezog.

 

Ziemlich gestrandet, ohne Internetverbindung und nur mit einigen Sachen, die ich mitgebracht hatte, baute ich am 2. Weihnachtstag mein kleines Musikset auf, um meine Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten. Wie schon oft in meinem Leben habe ich mich in turbulenten und für mich schwierigen Zeiten an meiner Gitarre festgehalten.

 

So ist das als KünstlerIn.

 

Der Neustart ist schwierig und einsam, birgt aber durch das zurückgeworfen sein auf die wesentlichen Dinge, auf die es für mich akommt, ein riesiges Potential an direkter, kraftvoller kreativer Energie.

 

In der Zeit, in der ich normalerweise noch überlege, was ich denn für mein Video am besten anziehen soll und wo ich am besten die Videolampen hinstelle und wie ich mich Style und welcher winkel die Kamera haben soll, damit ich vorteilhaft abgebildet werde.....spielte ich rasch ein paar Klavierakkorde ein, legte eine Beat darunter, stellte die Kamera auf, ohne sie nochmal neu auszurichten und hielt meine Gefühlslage mit einem kleinen Gitarrenthema fest.

 

Ein Song (noch) ganz ohne Gesang...

 

...im neuen Jahr will ich dann ein neues Album fertigstellen und veröffentlichen. Es ist noch viel Arbeit, aber es sind wirklich, wirklich gute Songs entstanden.

Dazu werde ich auch wieder Livekonzerte spielen.

 

Hier die ersten Termine: da entlang ....


 

Es wird noch weitere Termine geben, ich werde sie posten, sobald etwas fest steht und ihr könnt mich auch gerne für Hauskonzerte etc anschreiben.

Um den 6.1. herum bin ich wieder aktiv und online und alles.

Und ich habe viele, wirklich gute Ideen.

 

Viele Grüße und einen schönen Jahresausklang,
eure Katja Maria Werker


16.12.2019

Katja is back

Liebe Freunde und Freundinnen,

 

nun habe ich vor anderthalb Jahren entschieden, keine Konzerte mehr zu geben, und die Künstlerin in mir in Rente (oder sonstwohin) zu schicken...aber das Leben hat - wie sollte es anders sein - einen eigenen Plan für mich gemacht.

 

Und wenn ich irgendetwas gelernt habe in den vergangenen Monaten, dann ist es, daß das ganze Leben nichts ist, wenn man es nicht annimmt und dauernd dagegen schwimmt.

 

Also nehme ich es so an, wie es ist und darf sehr erfreut mitteilen, das sich im nächsten Jahr wieder Live unterwegs bin.

 

Es stehen Termine für Hamburg, Lüneburg, Frankfurt und Bad Honnef schon fest, für weitere Konzerte in Dresden, Halle, Zwickau und hoffentlich noch weitere bekomme ich in den kommenden Tagen Rückmeldung.

 

Los geht es ab dem 28.3. in Lüneburg, es ist der Geburtstag meines Vaters, der 1992 verstarb und mit dem ich leider kein Weihnachten oder Geburtstag mehr feiern kann. Auch ist er vor meiner aktiven Zeit als Musikerin von dieser Welt gegangen, hat also nie ein einziges Lied von mir gehört, was ich sehr bedaure.


Aber sicher ist er irgendwo noch da und hört mir zu.

 

Ich selbst werde im Mai 2020 runde 50 ig Jahre alt und will zu diesem Anlass meine neue EP herausbringen mit den wirklich schönen Songs, die im vergangenen Jahr entstanden sind.

 

Danke euch allen für die zahlreichen Mails, daß euch meine Lieder wirklich etwas bedeuten, sie waren der ausschlaggebende Grund, dass ich doch mal losziehe mit meinen Songs.

 

Wer mich also für 2020 einladen will, einen Auftritt zu spielen : nur zu !

P.s. Ich spiele auch gerne private Hauskonzerte, schreibt mich einfach an unter k.werker@web.de dann können wir etwas ausmachen.

02.12.2019

Grüße aus dem Heizungskeller-unreleased Tracks 1998-2008

Ich freue mich sehr, ganz überraschend und auch ungeplant ein Album-zunächst digital-veröffentlichen zu können:

 

"Greetings from the heating cellar-unreleased tracks 1998-2008 "

 

umfaßt 20 Titel, die ich auf zum Teil 20 Jahre alten Datenträgern in einer vergessenen Pappschachtel im Heizungskeller fand.

 

Es sind ganz unterschiedliche Versionen und Songs, manche bislang gänzlich unveröffentlicht, andere  früher oder auch ganz anders aufgenommen als die letztendlichen Albumversionen.

 

Ich hörte all die Tracks einige Monate lang durch und war sehr überrascht, was ich da irgendwann, irgendwo einmal gemacht habe.

 

Zudem bin sehr froh, dass ich die Stücke,  einige davon recht aufwändig mit spezieller  Restaurationssoftware, retten und somit dem Publikum zugänglich machen konnte.

 

Grüße aus dem Heizungskeller ! :-)

Hier geht es zum Album :

Spotify : http://tiny.cc/98v4hz

itunes : http://tiny.cc/zaw4hz

Amazon mp3 : http://tiny.cc/bcw4hz

23.09.2019

Ich weine immer noch um Astrid

Liebe Freunde,

eine Zeit längere Zeit des Innehaltens, sich neu sortieren und  Lieder schreiben (vornehmlich am Klavier) geht für mich über in eine Zeit, in der ich mit dem, was ich kreiert habe nach Außen gehe.

 

Immer auf der Suche nach den richtigen Worten und Tönen, auch Bildern,

arbeite ich derzeit an einer neuen deutschsprachigen EP, von der ich hier das erste Video präsentiere.

 

Entstanden ist das Video auf dem Mini Balkon der ebenso Mini kleinen Wohnung meiner Tochter in Würzburg, im September 2019.

 

Den Song brachte ich im August aus unserem Haus in Wegberg- Wildenrath mit.

 


Neues Video !

19.02.2019

Liebe Freunde, ich freue mich sehr, meine Pianoversion von Axels Prahls´wunderbarem Song "Heute fang ich an" vorzustellen. Es ist mein erstes Livevideo am Klavier. Ich filmte mit 3 Kameras und schnitt dann alles zusammen.

Axels Songs begleiten mich seit dem Sommer 2017 und bedeuten mir sehr viel. Ich hoffe, Song und Video gefallen euch so gut wie mir,

herzlichst, eure Katja


FROHES NEUES JAHR 2019 !

15.Januar 2019

Herzliche Grüße vom Küchentisch. Ich habe sehr viel Freude an meinem neuen Klavier und einem längst fälligen Hard- und Software Upgrade
Bald gibt es neues zu sehen und zu hören.


Bleibt euch treu eure Katja #nevergiveup


7.7.2018

 

Freue mich wirklich sehr über diese schöne Besprechung meines neuen Albums MAGNOLIA in der aktuellen Folker Ausgabe 7/18.

 

KATJA WERKER "MAGNOLIA"
Eigenverlag, 11 Tracks mit Texten & Infos

 

"Nach einem weiteren Abend, der nach Tauschkonzert, Superstar und ESC mit schlechter Laune endete, möchte man rufen: „Kann nicht endlich jemand Katja Werker verpflichten?“ Oder könnte man zumindest jeden Produzenten nötigen, zwei Alben dieser Künstlerin zu hören, die neueste zum Beispiel, Magnolia? Noch deutlicher kann man nicht zeigen, wie intelligente, gut hörbare Popmusik klingen muss. Ein Album mit elf Hits, und für keinen einzigen muss man sich schämen. Im Gegenteil, man möchte sich zwanzig Alben auf Vorrat anschaffen, um als geschmackssicherer Musikliebhaber passende Weihnachtsgeschenke für jede Zielgruppe greifbar zu haben. Katja Werker ist ein Wunder. Musikalisch irgendwo zwischen Chanson, Americana und Schlager angesiedelt, kommt sie bei Hippies genauso gut an wie bei Punks, dank akustischer Instrumentierung und heftigem Geigeneinsatz auch bei Folkies beliebiger Couleur. „Nur den Moment“ klingt wie Edo Zanki zu seinen besten Zeiten. Bei der Ballade „Nur dir allein“ beschleicht den Hörer das Gefühl, der Song wäre wirklich für ihn persönlich geschrieben. „Zorn in meinem Kopf“ würde sogar auf einem Peter-Gabriel-Album passend klingen. Magnolia hinterlässt glückliche Musiker und Hörer. Danke, Katja."
Chris Elstrodt"


Nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik !

1.7.2018

 

Lotte "Mörtel" Werker und Katja Werker freuen sich sehr über die Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie "Liedermacher" für mein hangestricktes Album "Magnolia". Es geschehen noch Zeichen und Wunder !!!

Hier geht es zur Webseite des Preis der deutschen Schallplattenkritik.


Neue Wege.

31.5.2018

Liebe Freunde und Freundinnen,

es erreichten mich doch etliche Fragen, ob das stimmt, dass ich zum Jahresende meine Tätigkeit als Bühnenmusikern aufgebe und ich wollte dazu etwas schreiben

.
Zunächst einmal : Ja, es stimmt ! Mit dem Ende diesen Jahres plane ich keine neuen Auftritte mehr und werde mich von den Club - bzw Hauskonzertbühnen zurückziehen.


Trotz oder gerade weil ich gerade das vielleicht schönste Album meiner Laufbahn gemacht habe. Es ist, als ob man nach der Besteigung des Gipfes, der noch fehlte, sagen würde 
"Ok, jetzt ist es gut."

 

Das hat mehrere Gründe.

 

Der Wesentlichste ist für mich der momentane "Notstand" was die deutsche Musik - bzw Liveszene angeht. Ihr habt es ja beim Echo Eklat auch in den Medien gehört bzw gesehen : In dieser gesamten Branche läuft seit etlichen Jahren einiges schief.


Von den durchweg schlechteren Chancen als weibliche Musikschaffende mal abgesehen : Immer die gleichen Musiker bekommen auf den wenigen medialen Plattformen eine Chance, vom Publikum wahrgenommen zu werden. Und das hat mit künstlerischer Qualität oft überhaupt nichts zu tun. Wer Beziehungen hat, bekommt Chancen. Es wird geschachert und gemanaged, was das Zeug hält. Was jetzt überhaupt nicht heißt, dass ich alles, was erfolgreich ist, schlecht finde.

Im Gegenteil.

 

Es ist nur leider so, dass der ganze, oftmals künstlerisch viel wertvollere "Rest"  - mehr oder weniger - in die Röhre schaut. Eine Branche ohne Arbeitsschutzgesetze, ohne Gewerkschaft, ohne Tarifvereinbarungen, ohne jede Absicherung.


Deshalb  sind die Bandagen, mit denen derzeit im Livegeschäft um Auftrittsmöglichkeiten gekämpft wird sehr hart und die Masse an Musikern, die live spielen möchte (3 Generationen derzeit aktiv unterwegs !!!) ist sehr groß geworden. Ein Grund dafür ist sicher, dass durch die eingebrochenen Cd Verkäufe das Live spielen die einzige noch existente Einnahmequelle für Musiker ist.  Und deshalb ist das Musikgeschäft in den vergangenen 2, 3 Jahren zum Teil so absurd geworden,  dass ich manchmal nicht fassen konnte, was eigentlich los ist.


Sicher, in jedem Job gibt es mal Tage, wo es keinen wirklichen  Spass macht und trotzdem macht man weiter. Das habe ich auch gemacht. Weil auch immer wieder gute Zeiten kommen. Weil man zwischen allen Schwierigkeiten immer wieder tolle Sachen erlebt. Super nette Menschen trifft, alles bestens läuft. Sich Leute reinhängen, damit ein Konzert zu stande kommt. Veranstalter, die ihre Künstler zu schätzen wissen und dementsprechend behandeln.


Doch es gibt eben auch die andere Seite : Und gerade das Konzerte spielen mit dem stundenlangen Autofahren und dem heimatlosen herumsitzen in  Garderoben und Backstages, manchmal nicht so tollen Hotelzimmern (oft aber auch ganz tolle ), verlangt der Psyche wirklich einiges ab. Da muss man schon stark sein. Ein Kollege sagte neulich in einem Radiointerview, dass aus seiner Sicht der Job als Singer-Songwriter ein sehr einsamer ist. Und ich teile diese Meinung.

 

Nicht umsonst sind viele Musikschaffende im Laufe ihrer Karriere irgendwie Drogen-, Erfolgs- oder Alkoholsüchtig geworden (oder alles zusammen). Wahrscheinlich, weil es mit etwas "Stoff" etwas leichter ist, diesen Spagat im Kopf zu verkraften.


Den Spagat zwischen der eigenen Identität, des privaten Menschen mit all seinen Ängsten, Nöten und Unsicherheiten, dem hohen Anspruch an sich selbst, dem man kaum gerecht wird  und dem, was man auf der Bühne am Abend dem Publikum präsentiert.

 

Oft liegen wirklich Welten dazwischen.


Etliche  Jahre habe ich das nun  mitgemacht. Ich  habe versucht, so gut ich konnte,  mitzuhalten, ein dickeres Fell zu bekommen, es sehr professionell  zu betrachten. Mich besser zu organisieren, weiterzuentwickeln. Am Instrument besser zu werden, aus dem Glauben heraus, dass sich Qualität und Beharrlichkeit am Ende durchsetzt. Habe alte oder neuen Buisenesskontakte zu halten oder zu knüpfen versucht. Versucht, meine Ansprüche herunterzuschrauben. Es zu nehmen, wie es ist.

 

Oder am Besten eben nur das Postive zu sehen.


Aber es ging auf Dauer nicht.


Es fühlte sich für mich in den letzten Monaten so an, als wenn all meine kostbare Zeit und Energie in Lichtgeschwindigkeit in einem schwarzen Loch verschwindet. Ein Loch so schwarz wie das Ende der Galaxie. Und dieses Verschwinden meiner Energie gab mir das Gefühl, dass all mein Talent, all meine Bemühungen, all das, worauf ich meine Werte baue,  letztlich nichts mehr wert sind.


Was mich dazu bringt, zu sagen : "Ich möchte diesen Beruf so nicht mehr ausüben. " sind die endlosen Stunden am PC, in denen ich zum Beispiel hunderte Mails an Konzertveranstalter schicke, auf die dann noch nicht mal eine Antwort kommt. Es sind die immer schlechter werdenden Konditionen, die Künstlern für das Livespielen hinnehmen sollen. Und wenn ich es nicht mache, machen es garantiert 20 andere. Für ein warmes Essen spielen. Für einen Hut voller Spenden spielen, alles auf eigenes Risiko. Natürlich ist es nicht immer so, ich habe auf Grund meines Werdegangs noch das Glück, meistenteils zu guten Konditionen aufzutreten, aber die Tendenz ist eindeutig.

Es ist so ein Fass ohne Boden, in dem man sitzt und versucht, nicht unterzugehen. Und die Kollegen, mit denen ich darüber spreche, bestätigen mir das auch.

 

Manche haben schon aufgegeben.


Was mich dazu bringt, einen neuen Weg zu gehen, ist das von Veranstaltern monatelang hingehalten werden und dann passiert doch nichts.

Das am -wörtlich- : "Marktwert gemessen " werden. Als sei ich ein Produkt. Und das in meinem Alter !

Das Respektlose.

Das unausgesprochene, aber ganz klar existente : " Gefällt mir ganz gut, was Du machst, aber ich nehm dann  doch lieber eine 30 Jährige mit langen Haaren und kurzem Rock, irgendwas mit Country. Da kommen dann wahrscheinlich mehr Besucher zum Konzert."  Und genau dieses immer gleiche Bild von einer Musikerin sieht man dann im Programmhinweis des Veranstatungsortes,  in regelmäßigen Abständen, über das Jahr verteilt, mit dementsprechenden Pressefotos. Für mich ist aber kein Platz.

Das ist deprimierend und macht mich ungeheuer wütend.


Es sind Die so gut wie vergeblichen Bemühungen, im Radio stattzufinden, obwohl meine Songs wirklich gut sind.


Es sind die an sich unerträglichen Leute,  zu denen man nett ist, um es sich nicht ganz mit der Musikindustrie zu verscherzen. Es ist der Abscheu, den ich mir selbst gegenüber empfinde, wenn ich jemandem, von dem ich genau weiß, das er oder sie sein Publikum belügt, meine Meinung nicht offen gesagt habe, weil ich die Konfrontation gescheut habe.


Sie glauben gar nicht, wieviele "Barden" von sozialer Gerechtigkeit und der inneren Erleuchtung singen und in Wirklichkeit abgezockte Egomanen sind, die sich für wirklich nichts anderes als ihren eigenen Vorteil interessieren. Man erkennt sie im übrigen auch daran, dass sie manchmal von sich selbst in der dritten Person sprechen. Und diese Leute bekommen dann Preise, Airplay, Anerkennung, was weiß ich.


Ich bin zur Jahreswende davon nicht nur seelisch, sondern letztlich auch körperlich krank geworden.  Zuerst bekam ich eine schmerzhafte und sehr hartnäckige Gürtelrose links im Gesicht. Dann rechts. Dann, zeitgleich,  eine schwere Grippe. Dann, am Folgetag meines ersten Auftritts nach dieser wirklich deftigen Krise in Hamburg,  schwere Bandscheibenprobleme, so dass ich überhaupt nicht mehr aufstehen konnte.

 

Das hat mich dann letztlich aufhorchen lassen, war so ein Wendepunkt. Denn wenn man, vor allem als Mutter,  nicht mehr alleine zur Toilette kommt, ist das wirklich beängstigend.


Es ging mir dann, nachdem mir langsam dämmerte, dass ich wirklich etwas ändern muss, um aus dieser Lage heraus zu kommen, rasch besser. Niemand anderes würde die Antwort in einem goldenen Umschlag an meiner Haustür abgeben. Die Lösung  lag in mir selbst.


Auch wenn es mir in den ersten Wochen sehr fremd vorkam : 


So lange hatte ich mich mit dem Musikerin sein zu 100 % identifizert. All die Schwierigkeiten, die ich mit der Musikbranche und meiner Identität als Musikerin habe, habe ich eben irgendwie versucht, im Zaum zu halten oder als "notwendiges Übel" zu akzeptieren. All die verpassten Chancen meiner Musikerlaufbahn, für die ich mir selbst die Schuld gab, die Respektosigkeiten von Leuten, denen ich ausgesetzt war, weil sie die Macht hatten, so mit mir umzugehen,  ratterten Monate lang , auch Nachts in meinen Träumen, in meinem Kopf an mir vorbei. Wieder und wieder. Ich wachte nachts auf und weinte.  Hättest du dummes Huhn  in der und der Situation besser das und das gemacht, dann wärst du jetzt da und da.

 

Gegrapsche an Po und Busen vom Veranstalter auf dem Weg zu Bühne (!), Beschimpfungen unter der Gürtellinie von total betrunkenen Studiobesitzern, ganz zu schweigen von dem "Buisenesspartner", der mich behandelte wie ein Stück Dreck, nachdem der Vertrag unterschrieben war, ich aber keine Beziehung mit ihm eingehen wollte.

 

Ich habe das alles stillschweigend hingenommen. Die Schuld bei mir gesucht. So ist die Branche eben, ein Haifischbecken, das weiß ja jeder. Und jeder, der sich hineinbegibt, ist es eben selber Schuld, wenn er zerrissen wird. Krasse Enttäuschungen von Leuten, die ich seit 20 Jahren kenne, und die mir so nahe gingen, dass ich dachte       " Das darf einfach nicht wahr sein. "

 

All das arbeitet in mir und ich weiß : ich werde noch einige Monate brauchen, in denen ich einfach nur Zeit für mich habe und mich neu kennenlerne.

Herausfinde, was ich eigentlich möchte.


Ich kann mir  eine Auszeit nehmen und werde das auch machen.  Bis ich weiß, wohin mich der Weg führt. Ich möchte eine zeitlang sagen dürfen : Ich muss jetzt nichts leisten, ich bin einfach nur da."

Was vielleicht auch daran liegt, dass ich seit Jahren meine Cds selbst mache und mich nicht für die Produktion eines Albums, wie andere meiner Kollegen, mit 20000  oder sogar 40000 euro verschuldet habe.  Ich kann es verstehen, denn der Künstler will sich ja ausdrücken, in der Öffentlichkeit stattfinden. Aber diese Hypothek ist schon hoch.


Einige fragten : "Kannst du denn nicht die Live Musik etwas herunterfahren und parallel etwas anderes machen ?

Und ich muss sagen : Nein, das kann ich nicht.


Es ist eine grundsätzliche Entscheidung. Entweder ich lebe im privaten oder im öffentlichen. Entweder ich bin Berufsmusikerin und packe alle paar Tage das Auto, um loszufahren, oder ich bin es nicht.


Es waren viele unfassbar schöne Momente, Begegnungen und Konzerte dabei in den vergangen Jahren und ich habe es als Privileg empfunden, mich selbst auf diese Weise entfalten und auszuloten zu können. Meine stets präsenten Ängste zu überwinden. Getragen werden vom Publikum, es gibt nichts vergleichbares. Aber die Zeit ist nun reif um einen anderen Weg zu gehen.


Ich habe die aktuellen Gegebenheiten der Musikszene nicht gemacht und ich werde sie auch nicht ändern können. Es ist einfach der Lauf der Zeit.  Die Abgestumpftheit, die ich persönlich (und ich spreche da nur von mir selbst ) als Musikerin  heute  an den Tag legen muss,  um in dieser "Kulturlandschaft" weiter zu bestehen, sie ist für mich einfach nicht mehr akzeptabel, denn sie ist mein innerer Tod. 

 

Ich kann und möchte das nicht mehr in meinem Leben haben.

Sicher werde ich Zeiten erleben, in denen mir klar  wird, was ich selbst ändern kann und muss. Nicht die anderen.
Ich werde meine Schlüsse daraus ziehen.


Ich möchte, wie früher, als ich  14 Jahre alt war und begann, Songs von Paul Simon zu lernen, die mein Rettungsanker in einem Meer der Verzweiflung waren, den Spirit diese Zeit spüren.

 

Diese Zeit, dieses Songwriting, aus der meiner Meinung nach alle, die heute mit einer Gitarre auf der Bühne stehen, ja letztlich kommen. Nur scheinen das viele - und zum Teil sogar ich selbst -  doch irgendwie, irgendwo auf dem Weg  vergessen zu haben.


Vergessen, worum es bei dieser Singer - Songwriting Sache eigentlich geht.


Ich will das aber nicht vergessen.

 

Weil ich Verantwortung habe, wenn ich mir meine Gitarre um den Bauch hänge und von inneren Einsichten singe. Mit selbst gegenüber. Der Kunst gegenüber. Meinem Publikum gegenüber.


Und bevor ich wirklich zu alt bin, um etwas Neues zu beginnen und bevor  all die Freude an meiner Musik oder, noch schlimmer, der von Paul Simon oder Davd Bowie, verliere, möchte ich sie für einige Zeit in ein ruhiges, sonniges Zimmer legen und ihr den Raum geben, zu genesen.


Besser kann ich im Augenblick nicht in Worte fassen.

Und ich bedanke mich bei allen Menschen, die gut zu mir waren und mich unterstützt haben. Die mir schrieben, wie wichtig ihnen meine Musik ist. Das ihnen meine Texte viel bedeuten. Das hat mir unheimlich viel Kraft gegeben und bedeutet mir sehr viel. Auch für konstruktive Kritik , die mich weiter gebracht hat, bedanke ich mich, denn sie ist immer Gold wert.


Denen, die mich  belogen, betrogen, ausgenutzt, ausgegrenzt,  herablassend behandelt, belästigt, klein gehalten, über mich geurteilt, hinter meinem Rücken Unwahrheiten über mich verbreitet haben, weil sie glaubten, sie könnten sich das erlauben, sage ich heute :


Ihr könnt mich mal.


Es gibt Besseres, was ich mit meinem Leben anfangen kann.

 

Und das werde ich machen.


Video zu Magnolia : Ich komm´, ich geh´

Neues Album !


Daß es sich lohnt, neue Wege zu gehen und sich selbst neu zu entdecken, neu anzufangen im eigenen Leben, egal in welchem Alter, ist ein Thema, das in Werkers´ nun bald 20 Jahre umfassenden Schaffen als Musikerin immer wieder aufblitzte, nun aber - mal mehr, mal weniger vordergündig - zum zentralen Konzept für dieses komplett deutschsprachige Album wurde.

 

Magnolia“ ist, wie schon der Vorgänger „Lieder vom Küchentisch“, in den vergangenen 2 Jahren in Werkers´ hauseigenem Studio und unter ihrem Label „Küchentisch Productions“ entstanden.

 

Während „Lieder vom Küchentisch“ (2014) eher reduziert instrumentiert war, gönnt sich die Essenerin nun etwas üppigeres Beiwerk : So hört man neben sehr intimen unplugged Tracks an Gitarre und Ukulele auch Reggea Rhythmen, mal ein ziemlich trashiges Schlagzeug, knarrige E-Bässe und diverse erstklassige Gastmusiker wie Laurent Duclouet (dr), Erich Schmeckenbecher (git) , Uli Kringler (bass, git), Rene Pütz (bass, drums, piano) und Chris Schmitt (voc). Dazu Werkers typisches Beiwerk aus Beats, Streicherflächen und allerlei eingewebten Percussion - Samples, mit dem die Künstlerin tief in ihre ganz eigene Trickkiste greift .

 

Überhaupt : mehr Einblicke in sein bzw ihr persönliches Innenleben kann uns ein Künstler/eine Künstlerin kaum geben : Sehr direkt und offen nimmt Katja uns mit ihren 12 selbst komponierten, sehr poetischen Liedern mit auf eine Reise in den Orbit ihrer unverwechselbaren Stimme und Sprache. Und beweist damit wieder einmal, dass sie eine der ausdrucksstärksten Sängerinnen und Songschreiberinnen in Deutschland ist.

 

Magnolia“ heißt Katjas neues Album, denn die Magnolie, der weiß - rosa bis violett blühende Baum, der jedes Jahr, eher als alle anderen Pflanzen, aufs neue geradezu verschwenderisch aufleuchtet und damit die Einsamkeit und Tristesse des Winters durchbricht, steht für Werker symbolisch für das Wunder des Neubeginns.


24.10.2017


Schöne Konzertkritik !

16.6.2017

Da freut sich die Künstlerin ! Sehr schöne Besprechung meines Konzertes in Nümbrecht vom 8.3.2017 ! Danke an die Autorin Katja Pohl.


20.11.2016                                                                                    Live Video vom Blomberger Songfestival Nov´2016

Im November 2016 war ich zu Gast beim 10 Songfestival Blomberg, wo ich die Ehre hatte, vor Daivd Knopfler ein 45 Minuten Programm zu spielen. Eine schönes Erinnerung an einen wirklich sehr schönen Abend ist dieses Video.


11.10.2016                                                                               Neues Video aus dem Wohnzimmer.

Hier habe ich mich an eins der für mich schönsten und wichtigsten Stücke der Musikgeschichte gewagt. Videopremiere auch für meine Martin Gitarre !